Eine Bewegungsfuge trennt Bauteilbereiche so, dass vorgesehene Bewegungen aufgenommen werden können. Die Abdichtung muss diese Funktion berücksichtigen.

Bewegung nicht einfach überdecken

Temperatur, Verformung oder unterschiedliche Bauteile können Relativbewegungen verursachen. Eine starre Überarbeitung einer dafür vorgesehenen Fuge kann die Funktion beeinträchtigen. Eine äußerlich geschlossene Oberfläche ist daher nicht automatisch eine passende Lösung.

Aufbau und Belastung klären

Wie eine Fuge überbrückt wird, hängt von Richtung und Umfang der Bewegung sowie den angrenzenden Materialien ab. Das gilt auf dem Dach ebenso wie bei Balkonanschlüssen. Die Ausführung muss als Detail geplant werden.

Vor einer Sanierung dokumentieren

Zeigen Sie bekannte Fugen bei der Besichtigung und halten Sie vorhandene Pläne bereit. Bei der Balkonsanierung oder Flachdachabdichtung sollte geklärt werden, welche Fugen übernommen werden. Sichtbare Risse sind nicht automatisch geplante Bewegungsfugen und benötigen eine eigene Ursachenbeurteilung.