Holzfaserdämmstoffe werden aus aufbereiteten Holzfasern hergestellt und sind als unterschiedliche Platten oder lose Produkte erhältlich. Manche Platten sind für Anwendungen oberhalb der Sparren ausgelegt, andere für Gefache oder weitere Bauteile. Wärmeleitfähigkeit, Druckverhalten, Rohdichte und Feuchteverhalten unterscheiden sich je nach Produkt. Eine beliebige Holzfaserplatte ist deshalb nicht automatisch eine geeignete Unterdeckung.
Worauf kommt es in der Praxis an?
Der vollständige Dachaufbau bestimmt, welche Funktionen ein Produkt übernehmen darf. Luftdichtung, wasserableitende Außenschicht und Anschlussdetails bleiben eigenständige Aufgaben. Für sommerlichen Komfort zählen neben der Dämmung auch Fenster, Verschattung und Lüftung; ein Material allein garantiert keine bestimmten Raumtemperaturen. Bei einer Sanierung sind zusätzliche Lasten und verfügbare Aufbauhöhen zu prüfen. Produktunterlagen und eine klare Beschreibung der Schichten helfen beim Vergleich verschiedener Dämmvarianten.







