Kondenswasser entsteht, wenn Wasserdampf an einer ausreichend kalten Oberfläche oder innerhalb eines Bauteils zu flüssigem Wasser wird. Am Dach kann dies etwa an Scheiben, Metallteilen oder in der Konstruktion auftreten. Es ist von eingedrungenem Niederschlag zu unterscheiden. Die sichtbare Feuchte allein beweist deshalb noch nicht, dass die Dachdeckung undicht ist.
Worauf kommt es in der Praxis an?
Zur Einordnung helfen Angaben zu Raumtemperatur, Luftfeuchte, Nutzung und Zeitpunkt des Auftretens. Auch Wärmebrücken und Luftundichtheiten können eine Rolle spielen. Wiederkehrende Feuchtigkeit sollte nicht lediglich weggewischt oder überstrichen werden. Bei Dachfenstern werden Lüftung, Einbausituation und Anschluss gemeinsam betrachtet. Bei verdeckten Schäden kann eine bauphysikalische Untersuchung notwendig sein, damit nicht versehentlich die falsche Seite des Dachaufbaus repariert wird.







