Ein Mansarddach besitzt Dachflächen mit einem Knick: Der untere Teil ist steiler als der obere. Diese Form kann im Dachgeschoss mehr nutzbaren Raum ermöglichen. Am Übergang entstehen besondere Anforderungen an Deckung, Unterkonstruktion und Wasserführung. Die Dachform allein bestimmt weder den Dämmstandard noch, ob der Dachraum als Wohnraum genutzt werden darf.

Worauf kommt es in der Praxis an?

Bei einer Sanierung sollten beide Dachneigungen und das Knickdetail getrennt betrachtet werden. Deckmaterialien haben je nach Neigung unterschiedliche Einsatzgrenzen und Zusatzanforderungen. Gauben, Fenster und oft kleinteilige Anschlüsse erhöhen den Planungsbedarf. Für eine erste Einschätzung helfen Ansichten aller Dachseiten und vorhandene Schnittzeichnungen. Eine rein optische Erneuerung darf vorhandene Feuchte- oder Tragwerksprobleme nicht verdecken; der tatsächliche Bestand bildet die Grundlage für den Umfang.